Trittleiter aus verchromtem Stahl am Steinlachhafen in Tübingen

Steinlachhafen Tübingen

Auf dem Bild ist alles andere als das zu sehen, was üblicherweise unter „Hafen“ erwartet werden darf. Tübingens Anlegestellen für Stocherkähne liegen unter anderem an der Mündung der Steinlach - einem sehr kleinen Fluss – in den Neckar. Der Neckar in Tübingen ist ebenfalls weit davon entfernt, ein schiffbarer Fluss zu sein. Waren und Menschen konnten beziehungsweise können somit nur mit den relativ kleinen Stocherkähnen transportiert werden. Stocherkähne haben keinen Motor, keine Ruder oder Paddel, sondern werden mit Hilfe eines langen Holzstabs (Stocher) und durch Muskelkraft vorangetrieben. Für den Fall, dass einer dieser Menschen ins Wasser fallen sollte oder der Stocherkahn umständlich beladen werden müsste, gibt es im Steinlachhafen eine Trittleiter aus verchromtem Stahl die vom betonierten, bräunlich schimmernden Steg aus zum blaugrünlich wirkenden Wasser des Neckars herunterreicht. Genau diese Trittleiter ist auf dem Bild zu sehen. Der verchromte Stahl blitzt ein wenig im Sonnenlicht. Im Hintergrund ist eine Uferböschung mit Häusern unscharf zu erkennen, wobei sich auf dem Wasser ein paar Stockenten treiben lassen.